Mr. Misanthropia

•November 2, 2009 • Leave a Comment

Ich töte sieben Tage, lebenslang,
in jeder Hirnwindung klebt Blut,
Ich zünde Kontinente an,
Ich denke schnell, Ich hasse gut.
Ich säe Zweitracht, Krieg und Völkermord,
Ich bin charmant und kultiviert,
Ich gehe mit den letzten Kindern fort
und weiß schon jetzt: die Welt verliert.

Wenn du stirbst, wer ist dann da?
Mr. Misanthropia.
We war Schuld, dass es geschah?
Mr. Misanthropia.
Wer macht deine Ängste wahr?
Mr. Misanthropia.
Wer ist der, der alles sah?
Mr. Misanthropia

Ich bin das Schicksal, Ich bin der Moment,
in dem es dich nach unten zieht,
Ich bin der Freund, der dir in größter Not,
zu deinen größten Fehlern riet.

Black/White

•October 13, 2009 • Leave a Comment

01 Confession (Introducing Black)
02 Synthetic Emotions
03 White and Black
04 Saviour (White)
05 Atrocious Salvation (Black)
06 The Dialoque
07 Zerbrochener Traum
08 Secret Memory (Grey)
09 Devided by Zero (Vino Veritas)

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Warm und Feucht

•September 7, 2009 • Leave a Comment

Es ist ein Tag wie jeder Andere auch, ich bin auch heute wieder in meinem … ja wie beschreibe ich das am besten. Ich befinde mich in meinem Lebensraum, es ist vielleicht schwer zu verstehen aber ich bin wirklich gerne hier, obwohl ich hier nicht weg kann. Aber ich will auch nicht weg. Ich habe hier Alles was ich brauche, ich kann schlafen wann ich will und bekomm regelmässig Essen. Die Welt interessiert mich nicht, ich bin gerne hier, hier kann ich so sein wie ich möchte. Bin ich ein Gefangener? Ich würde sagen Nein, ich kann mich zwar nicht frei bewegen wie ich möchte, aber wer würde schon hier weg wollen, bei diesem Service? Früher oder später werde ich meinen Lebensraum aber verlassen, nur eben noch nicht, dafür bin ich noch nicht bereit, etwas mehr Zeit noch, nicht viel, nur ein wenig.

Lecker, es gibt Eier, Toast, frischen Orangensaft und sogar eine kleine Tasse Kaffee zum Frühstück, nur ein Egg McMuffin wäre noch besser gewesen. Ich steh auf Junk-Food. Ich glaube es ist ein schöner Tag, ich kann es nicht genau sagen, ich habe hier nicht die beste Aussicht, aber zum Glück sehr guten Ohren, so sehe ich in meiner Fantasie die Dinge, die ich durch meine Ohren beschrieben bekomme. Ohren ist ein seltsames Wort, es klingt nicht wie diese Dinger an meinen Kopf, egal.

Wohin es wollt heute gehen mag, höre ich da etwas die Glocke der Strassenbahn? Nein das ist nur das Telefon, irgendwie schade. Blabla bla blabla, irgendwelches Gerede, das interessiert mich nicht. Ich habe zwar sehr gute Ohren, aber manchmal fällt es mir doch schwer die Dinge auseinander zu halten. Aber jetzt bin ich mir ganz sicher, ich höre das Gezwitscher von Vögeln, also ist es ein schöner Tag, wunderbar.
An so einem schönen Tag werde ich doch gleich mal ein kleines Nickerchen halten, ich liebe es an schönen Tagen einfach vor mich hinzu dösen und die Welt um mich herum einfach passieren lassen.

Als ich wieder wach werde, höre ich laute Stimmen, streitet da etwa jemand, ich konzentriere mich, klingt nach den Nachbarn, worum es da wohl wieder geht? Schlechtes Essen? Nein, ich kann es leider auch nicht genau sagen, die Wände sind doch zu dick um Details zu erfahren. Aber mir ist aufgefallen, dass sie sich in letzter Zeit häufig streiten. Meistens werden sie dabei auch noch ziemlich laut.

Lecker es gibt Kuchen, Rosinenkuchen um genau zu sein, ich Frage mich ob es einen speziellen Anlass gibt oder einfach nur so, ist auch egal, die Hauptsache ist doch, dass er schmeckt und das tut er. Das Essen hier ist generell sehr gut, es ist sehr abwechslungsreich und zum Glück gab es nie so etwas seltsames wie Sushi, gute traditionelle einfache Gerichte. Ich finde es nur etwas schade, dass es auch überhaupt keinen Alkohol hier gibt, gegen ein Gläschen Wein hin und wieder hätte ich nämlich absolut nichts einzuwenden, naja man kann eben nicht Alles haben.

Ein bisschen Fernschauen schadet nicht, so vergeht die Zeit auch, aber irgendwie ist es schwer etwas zu finden was man noch nicht kennt oder das interessant genug war um es sich öfters als einmal anzuschauen bzw. sollte ich vielleicht anhören sagen. Nachrichten, Krieg hier, Mord dort, selbst die Nachrichten scheinen sich zu wiederholen. Wieder ein Überfall, der dritte in den letzten beiden Tagen, Täter weiterhin auf der Flucht. Auf mich wirkt es als würden die Gesetze für ein friedliches Zusammenleben nicht mehr existieren, als wäre die Grenze zwischen Recht und Unrecht reine Interpretationssache. Will ich in so einer Welt leben? Habe ich den eine andere Wahl?

Ich schlafe wieder ein, träume vor mich hin, wache zwischendurch immer wieder mal auf. Eine Sirene hat mich geweckt und kurz darauf hat mich die Traumwelt auch schon wieder und dann wachte ich nie wieder auf …

Mein Name war … nun ja, ich hatte noch gar keinen Namen, oder eigentlich keinen richtigen Namen, nur Ideen und Vorschläge für Namen. Ich weiss nicht in wie weit man das schon als Namen bezeichnen kann. Was ich mitbekommen habe, kam Noah und Lukas in die engere Auswahl, aber auch Nathaniel war einige Zeit im Gespräch. Wie dem auch sei ich hatte noch keinen Namen. Ich war minus zwei Monate alt als die Apokalypse keinen Unterschied zwischen Männer, Frauen und Kindern machte, ja nicht einmal vor werdenden Müttern mit ihren ungeborenen Kindern macht die Apokalypse halt. Und so wurde auch wir, ich das ungeborene Kind und meine Mutter Tamara, zu den Vergessenen.

Secret Memory

•July 26, 2009 • 1 Comment

the memory of that night is stuck in my head
don’t you wish I would already be dead
when I close my eyes at night I see the room
I too see you in the bright light of the moon

they say I drink too much, but they would too
if they knew of the things I’ve done to you
I never forgave me, for what I’ve done
I guess I deserve this, for what I’ve done
I never forgave me, for what I’ve done
they say I drink too much, but they would too
if they knew of the things I’ve done to you

what happend I kept a secret and never told
I shut my feelings out and rather stay cold
can’t stand to feel the guilt inside
when you screamed with tears at me I lied

they say I drink too much, but they would too
if they knew of the things I’ve done to you
I never forgave me, for what I’ve done
I guess I deserve this, for what I’ve done
I never forgave me, for what I’ve done
they say I drink too much, but they would too
if they knew of the things I’ve done to you

maybe some day I can forget
until then I will regret
maybe god will judge and punish me
until then I’m the one to punish me
maybe some day, maybe some day
maybe some day I’ll have to pay

Genocide Chapters

•July 10, 2009 • Leave a Comment

Leben und Sterben

•July 2, 2009 • Leave a Comment

Es ist kurz vor fünf Uhr in der Früh und ich bin bereits wach. Es tut gut um diese Uhrzeit aufzustehen, man fühlt sich dadurch irgendwie überlegen. Ich gehe auf meinen Balkon und schaue über die Stadt, sie scheint noch zu schlafen. Man sieht fast keine Autos und sogar noch weniger Menschen in den Strassen. Das ist meine Zeit, ich weiss nicht genau woran es liegt, aber ich glaube es hat mit dieser Ruhe zu tun. Eine noch schlafende Stadt strahlt eine unglaubliche Ruhe aus, wenn die Sonne langsam hinter den Hochhäuser aufgeht, was für ein wundervoller Anblick.

Ich glaube nur de Apokalypse könnte noch schöner sein. Jeden Tage stehe ich auf obwohl ich eigentlich nicht weiss wieso ich nicht einfach liegen bleibe. Die meiste Zeit langweile ich mich ja doch nur. Ich gehe zu meinem Kühlschrank und starre hinein, ich sehe das Glas mit den abgetrennten Fingern und muss lächeln, daneben liegt ein Nippel, einsam auf einem viel zu grossen Teller. Ich nehme die fast volle Flasche Wodka heraus und setze mich vor meinen Computer. Ich schaue mir Pornos an, langweile mich jedoch zu sehr um zu masturbieren also stehe ich auf und nehme einen grossen Schluck. Ich ziehe mich an und verstaue sorgfältig zwei aufklappbare Rasiermesser und ein Jagdmesser mit einer siebzehn Zentimeter Klinge in meinen Jackentaschen. Fertig. Ich verlasse meine Wohnung, irgend etwas stimmt nicht, etwas ist anders als sonst. Ich weiss jedoch nicht was, also denke ich nicht weiter darüber nach und mache mich auf den Weg meine Tochter zu besuchen.

Sie heisst Mathilda und ist vor drei Tagen fünf Jahre alt geworden. Ihre Mutter und ich haben uns getrennt als sie noch nicht einmal auf der Welt war. Sie hat beschlossen wir würden nicht zueinander passen, sie konnte sich keine Zukunft mit mir vorstellen, ich mir mit ihr jedoch schon. Alle zwei Wochen darf ich meine Kleine sehen, ich freue mich schon darauf. Irgendwie bin ich gut drauf, ich entscheide, dass ich der Mutter meines Kindes Blumen mitbringen werden, also gehe ich in meinen Lieblingsblumenladen, hier gibt es die frischesten Blumen und die mit Abstand geilste Verkäuferin, ich glaube ja, dass sie eine Lesbe ist, aber so richtig sicher bin ich mir nicht. Ich kaufe eine rote Rose welche umringt von weissen Tulpen ist, kein Grünzeug, das würde nur das Bild zerstören. Während die Verkäuferin die Blumen zusammen bindet und einpackt frage ich sie ob sie feucht ist, sie antwortet nicht, ich frage erneut, jedoch gibt sie mir auch dieses Mal keine Antwort. Langweilig.

Auf dem Weg zu meiner Tochter komme ich an zwei brennenden schwarzen Autos vorbei, sie stehen hintereinander am Strassenrand und sind nahezu vollkommen identisch. Leute stehen um die Autos herum und unterhalten sich, ich gehe an ihnen vorbei und werfe nur einen kurzen Blick auf die Wracks.
„Morgen Früh ist es also so weit, ja?“ höre ich einen Mann aus der Menge sagen. Seine Stimme ist nicht besonders hoch und im ersten Moment hätte es auch eine Frau sagen können.
„Ja, es verläuft alles nach Plan, morgen gehört sie endlich wieder uns“, antwortet jemand.
Ich drehe mich um und versuche heraus zu finden wer gerade gesprochen hat, aber die Stimmen sind verschwunden, habe ich mir das gerade nur eingebildet? Ich schüttle den Kopf und gehe einfach weiter, ich höre eine Sirene und sehe aus den Augenwinkel wie sich ein Feuerwehrauto Richtung brennende Autos bewegt. Blaulicht, auch langweilig.

Mathilde macht mir die Tür auf und fängt an zu Lächeln, sie hat ein so wundervolles Lächeln, es ist als würde die Welt still stehen, auch wenn es nur für den Bruchteil einer Sekunde ist.
„Daddy, da bist du ja endlich, wir haben schon auf dich gewartet“, sagt sie mir noch bevor ich überhaupt einen Fuss in die Wohnung gesetzt habe.
„Ach ja habt ihr, da freu ich mich ganz besonders, wo ist denn die Mami?“ frage ich sie und streiche ihr dabei durch ihre dunkelbraunen Haare.
„Die sitzt in der Küche und trinkt Tee.“ „Maaami Maaami, Papa ist da, willst du ihn den nicht begrüssen kommen?“ ruft sie Richtung Küche, jedoch kommt keine Antwort zurück.
Ich gehe in die Küche und sehe die Mutter meines Kindes am Esstisch sitzen, sie sieht irgendwie wütend aus.

„Du kommst wiedermal zu spät, wo warst du so lange?“ bekomme ich als Erstes zu hören.
Ich gehe nicht näher auf die Frage ein und antworte:“Ich habe dir Blumen mitgebracht.“
Sie sieht die Blumen an bedankt sich mit einem kleinen Lächeln und gibt sie in eine Vase, welche sie im Wohnzimmer auf ein kleines Regal stellt. Hübsch, aber langweilig.
Mathilda erzählt mir was sie die letzten Woche getan hat, wie sie mit Mami auf dem Spielplatz war. Welche Tiere sie ihm Zoo gesehen hat und dass Giraffen seit dem Besuch im Zoo ihre Lieblingstiere sind. Wir spielen ein Kartenspiel und lachen sehr viel. Die Mutter meines Kindes beobachtet mich die ganze Zeit und lässt mich eigentlich nie aus den Augen. Während des Kartenspiels erfahre ich, dass Mathilde heute Abend bei ihren Grosseltern sein wird.
„Was machst du denn, dass du nicht auf unsere Tochter aufpassen kannst?“ frage ich sie während Mathilda kurz für kleine Mädchen ist.
„Das geht dich nichts an, ich kümmere mich gut um meine Tocher, auch wenn du das nicht glauben magst“, antwortet sie mit einem gleichgültigen Gesichtsausdruck.

Mathilda kommt zurück und wir spielen noch etwas bevor die Mutter meines Kindes feststellt, dass ich noch etwas zu tun habe und wieder gehen muss. Ich weiss mittlerweile, dass ich gar nicht erst mit ihr diskutieren muss, also packe ich meine Sachen und küsse Mathilda zum Abschied liebevoll auf die Stirn. „Bis bald Kleines“, sage ich zur Verabschiedung und forme mit meinen Lippen die Worte „Ich liebe dich“. Sie umarmt mich noch ein letztes Mal und danach mache ich mich auf den Weg.

Auf dem Weg in meine Wohnung sehe ich eine junge Frau auf einer Bank sitzen. Sie hat lange brünette Haare, welche zu einem Pferdeschwanz zusammen gebunden sind, und wirkt auf den ersten Blick irgendwie traurig. Als ich jedoch näher komme erkenne ich, dass sie nicht traurig ist sondern einfach nur gleichgültig wirkt. Sie trägt eine recht weite hellblaue Jeans und einen schwarzen Kapuzzenpullover. Darunter kann ich ein weisses Tanktop sehen. Als ich näher komme sieht sie mich kurz an und starrt dann wieder auf den Boden. Ich bleibe vor ihr stehen, aber sie schaut mich nicht noch einmal an. Ich setze mich neben sie und frage ob alles in Ordnung ist, sie zuckt nur mit den Schultern. „Kann ich dir helfen?“ frage ich sie, jedoch bekomme ich auch auf diese Frage nur eine Schulterzucken als Antwort. „Bist du in Schwierigkeiten?“ wieder die gleiche Reaktion. Sie ist vielleicht zwanzig Jahre alt, wenn nicht sogar etwas jünger. „Willst du alleine sein, möchtest du, dass ich einfach weitergehe?“ frage ich, diesmal schüttelt sie den Kopf, also nein. Was wohl mit ihr passiert ist, dass sie so gleichgültig wirkt. Ich zünde mir eine Zigarette an und biete ihr auch eine an, sie nimmt sie ohne eine Reaktion zu zeigen. Sie zieht ein Feuerzeug aus der Tasche und zündet sie an. Wir sitzen einfach nur da und rauchen, ich stelle ihr keine weiteren Fragen.

„Willst du mich ficken, willst du ihn reinstecken? Kostet dich einen Hunderter und für Dreihundert erfüll ich dir sogar jeden deiner perversen Wünsche“, sagt sie gleichgültig.
„Wie wäre es wenn ich dir Fünfhundert gebe und dich einfach nur zum Essen einlade, wäre das nicht ein bessere Deal?“ antworte ich ihr mit einem Lächeln.
„Ok, ich mag Pizza. Können wir zu dir gehen und Pizza bestellen?“
„Wenn es das ist was du möchtest, liebend gern“, antworte ich ihr. Sie hat noch immer diesen gleichgültigen Gesichtsausdruck.

Als wir bei mir ankommen beginnt sie sofort sich auszuziehen. „Wo ist das Badezimmer?“ fragt sie während ihre Hose zu Boden kleidet und sie nur mit einem Tanga vor mir steht. „Zweite Tür links.“ Sie schlüpft aus dem Tanga und geht ins Badezimmer, kurz darauf höre ich wie die Dusche angeht.
Als sie wieder aus der Dusche kommt wurde die Pizza bereits geliefert, ich habe ihr eine mit Schinken bestellt weil die irgendwie jeder mag. Sie trägt meinen Bademantel und er passt ihr obwohl wir definitiv nicht die gleiche Grösse haben. Sie nimmt sich ein Stück und murmelt mit ihrem vollen Mund eine „Danke“ in meine Richtung. „Keine Ursache“, antworte ich ihr. Mit ihren Augen fragt sie mich ob sie den Fernseher einschalten darf und ich nicke. Sie schaltet einfach nur die Sender durch und verbleibt auf jedem nur einige Sekunden. Nachrichten, weiter, Serie, weiter, Bericht über Schönheitsoperationen, weiter, Wetterbericht, weiter, Musikvideo, weiter.

„Willst du mich vögeln?“ fragt sie mich und spreizt dabei ihre Beine.
„Willst du, dass ich dich vögle?“ gebe ich ihr als Antwort zurück.
„Warum nicht, mir ist irgendwie langweilig“ sagt sie mir emotionslos ins Gesicht.
Sie zieht den Bademantel aus und holt meinen Schwanz aus der Hose heraus ohne mich weiter auszuziehen. Sie setzt sich auf mich und fängt zu reiten an. Ihr Gesicht bleibt die ganze Zeit gleich und zeigt keine Regung. Nachdem sie nicht besonders feucht ist kommt sie mir besonders eng vor. Ich will es zu Ende bringen und stelle mir vor wie es wohl wäre ihre Gedärme aus dem Bauch rauszuschneiden und komme wenige Minuten später in ihr. Ich bin froh, dass ich gekommen bin bevor mir auch diese Vorstellung gelangweilt hätte. Sie steht auf zieht meinen Bademantel wieder an und setzt sich neben mich. Ich verstaue meinen Schwanz wieder in der Hose und zünde mir eine Zigarette an. Ich biete ihr ebenfalls eine an, die sie mit einem Kopfnicken annimmt. Jetzt sitzen wir nebeneinander ohne auch nur ein Wort von uns zu geben. Ihr Gesicht hat noch immer kein Gefühl gezeigt, noch nicht einmal angedeutet. Irgendwie ist sie faszinierend. Könnte sie so sein wie ich? Ist es möglich, dass ich nicht alleine bin?

Der Rest des Abends verläuft ruhig und ich lasse sie in meinem Bett schlafen während ich mich auf der Couch in den Schlaf trinke.
Ich wache auf, ich bin in meinem Bett. Wie bin ich hierher gekommen? Wo ist sie? Ich stehe auf und sehe sie am Fenster stehen und in die Ferne starren. Ich gehe zu ihr und frage sie ob sie gut geschlafen hat. Sie antwortet mir nicht. Die Sonne geht auf, ich halte ihre Hand, sie ist kalt. Ich schaue in das Licht, irgend etwas ist anders, die Sonne ist viel zu hell für diese Uhrzeit. Es wird auf einmal unglaublich warm. Ich schaue zur Seite und sie ist weg. Meine Hand hält nicht ihre Hand sondern ist an die Fensterscheibe gedrückt, jetzt wird mir auf einmal alles klar als …

Mein Name ist Victor Verath. Ich dachte ich hätte es unter Kontrolle, ich dachte ich könnte zwischen Fantasie und Wirklichkeit unterscheiden, aber ich konnte es nicht. Für mich war alles gleich, Träume, Erinnerungen, Fantasien, Gegenwart und Vergangenheit, einfach alles. Nahezu Alles ist für mich gleich langweilig. Ich weiss nicht wann ich die Kontrolle verloren habe oder ob ich sie jemals gehabt habe, ich weiss nur, dass es nun keine Rolle mehr spielt. Nichts ist wichtig, da das menschliche Leben nur darauf abzielt den Tod zu finden. Wir sind dazu bestimmt zu Sterben. Wir sind die Vergessenen.

Synthetic Emotions

•June 26, 2009 • Leave a Comment

“Was wirst du heute Abend tragen?” flüsterte sie mir ins Ohr.
“Ein Lächeln …”, hauche ich zurück.

so I fake my smiles and only take them off at night,
fake them good and believe me, I far too often lied.
I don’t know what I am or why I am this way,
that’s the reason I don’t have anything to say.
faking to be alive for everyones’ satisfaction,
being nothing but a humans’ reflection.
so I fake my smiles, fake them better than you know,
it’s not ok but I know it’s not allowed to let them go.

my emotions are not real, they are just synthetic
my feelings are not real, they are just synthetic
a smile is just the product of the right medication
taking pills, they make me look so ordinary
a tear is just the product of the right medication
I’m still empty but now you can’t see it anymore
my feelings are not real, they are just synthetic
my emotions are not real, they are just synthetic

right now I don’t feel anything at all,
not even when I push you against the wall.
my fingers inside you, I put them in so deep,
I always push and tear till it starts to bleed.
and the hatred still lingers in my soul,
be quiet you might even hear it crawl.
right now I don’t feel like I did before,
aesthetic anesthetic, give me more.

but I found god inside the flesh,
and won’t be satisfied by anything less.
I can’t explain, it’s just,
in murder I now trust …

Atrocious Salvation (Black)

•June 19, 2009 • 2 Comments

baby can I touch …
baby can I taste …
or can I fuck?

the drugs inside me turn this into a dream,
where nothing is the ways it seems.
you on the bed, watching me watching you,
wanting me to do the things I usually do.
showing it all just to turn me on,
doing everything I’ve seen in porn.

penetrating your hand, mouth, cunt and ass,
all this just because you can’t fuck inner values.
YOU JUST CAN’T FUCK INNER VALUES.

I’m drunk again waiting that you do your show,
just to find out how far this all will go.
you spread your legs just like the perfect doll,
holding you tight while pushing you against the wall.
your pretty face with the tears in your eyes,
it’s not my fault you swallowed these lies.

penetrating your hand, mouth, cunt and ass,
all this just because you can’t fuck inner values.
YOU JUST CAN’T FUCK INNER VALUES.

they always tell me they need it this way,
at least that’s what their eyes have to say.
you on your knees sucking me,
and on your back begging me.
it’s a pop culture and probably nothing more,
I enjoyed beeing the cock that made you sore.

Schuld und Seife

•June 13, 2009 • Leave a Comment

Die Frau vor mir könnte nicht langsamer gehen, ich habe keine Zeit für so einen Scheiss, ich komm sicher wieder zu spät. Ich gehe an ihr vor bei und laufe die Treppen zur U-Bahn hinunter. Als ich dann endlich bei der U-Bahn ankomme macht sie genau vor mir die Türen zu und fährt los. Danke lieber U-Bahn Fahrer die zwei Sekunden hättest du auch noch warten können, Arschloch. Der nächste Zug kommt erst in zwei Minuten, die Zeit ist heute gegen mich, die feuern mich sicher, ich darf nicht mehr zu spät kommen, fuck, fuck, fuck.

Ich komme genau acht Minuten zu spät, verdammte acht Minuten, als ich aus den Aufzug aussteige sehe ich wie mich Michelle bereits erwartet. Sie sieht wütend aus.
„Du kannst gleich wieder gehen, du bist gefeuert, ich habe dir gesagt wenn du noch einmal zu spät kommst brauchst du überhaupt nicht mehr kommen“, sagt sie ohne dabei die Miene zu verziehen.
„Aber es ist nicht meine Schuld, die verdammte U-Bahn hatte eine Störung oder was weiss ich denn, auf jeden Fall musste ich ewig warten“, antworte ich und versuche dabei verzweifelt zu schauen, damit ich vielleicht etwas Mitleid aus ihr heraus bekommen kann.
„Vergiss es, ich habe deine Ausreden satt, wir alle haben es satt uns nicht auf dich verlassen zu können“, bekomme ich als Antwort zu hören. Also wohl kein Mitleid. Ich drehe mich um und verlasse das Büro und fahre wieder nachhause. Zuhause angekommen gehe ich ins Bad und wasche mir erstmals gründlich die Hände. Öffentliche Verkehrsmittel sind ein Freudenfest für Bakterien und Schmutz, wenn nur alle Menschen so reinlich wären wie ich wäre das überhaupt kein Problem, aber Menschen sind Schweine, es ist irgendwie abartig. Ich überlege mir was ich den restlichen Tag machen kann, immerhin habe ich überraschenderweise frei bekommen, was soll ich mit meiner Freizeit anfangen? Ich weiss es nicht, ich bin irgendwie mit der Situation überfordert und alles nur wegen Michelle, weil sie sich wegen den paar Minuten so aufspielen musste, als ob es so schlimm gewesen ist, dass ich acht Minuten zu spät gekommen bin. Was sind schon acht Minuten, wie kann man nur so kleinlich sein?

Ich gehe in den Supermarkt und will noch schnell einige Lebensmittel einkaufen bevor alle Geschäfte für Heute zusperren. Ich eile durch die Gänge und stosse mit einer älteren Dame zusammen. „Können sie nicht aufpassen?“ fahre ich sie wütend an und gehe weiter. „Haben sie keine Augen im Kopf?“ werfe ich der Mutter mit ihrem kleinen Sohn entgegen, als ich ihr gegen den Einkaufswagen laufe. Es gibt kein frisches Brot mehr, bin ich hier in Russland oder in einem verdammte Supermarkt? Ich suche eine Verkäuferin.
„Warum gibt es kein frisches Brot mehr?“ frage ich sie.
„Das ist heute leider schon ausverkauft, da hätte sie etwas früher kommen müssen. Morgen haben wir wieder ganz Frisches Sir“, antwortet sie mir.
„Es gibt Leute wie mich, die haben einen richtigen Job und können vielleicht nicht früher einkaufen gehen, aber auf so eine Idee kommen sie nicht. Wie sollten sie auch, könnten sie denken, würden sie ja wohl kaum hier arbeiten“, antworte ich ihr.
Ich gebe ihr keine Zeit zu antworten, sondern drehe mich um und gehe. Ich lasse alle meinen Einkaufswagen einfach stehen, denn es stehen viel zu viele Menschen bei der Kassa angestellt, das tue ich mir sicher nicht an.

Wieder zuhause angekommen wasche ich mir sofort wieder die Hände und mache mixe mir selbst einen kleinen Drink. Zutaten: von allen alkoholischen Getränken ein Wenig, gut mischen und schnell trinken. Schmeckt furchtbar aber beruhigt immerhin meine Nerven, heute war ein furchtbarer Tag. Ich bin noch nicht betrunken genug um den Tag zu vergessen, also gehe ich in einen Club von dem ich weiss, dass es dort heute eine Happy-Hour gibt. Als ich endlich ankommen stelle ich fest, dass es recht voll ist und die Leute drängen sich an der Bar und wollen alle noch einen Drink bestellen bevor die Happy-Hour wieder vorbei ist. Verdammt wäre der Taxi Fahrer schneller gefahren hätte ich meinen Drink schon und müsste mich nun nicht durch die Menschenmasse durchzwängen um an einen Drink zu kommen, ich könnte kotzen. Ich versuche irgendwie an den Leuten vorbei zu kommen, jedoch ohne grossen Erfolg. Es ist nur mehr eine Frau vor mir, ich stelle fest, dass sie heiss aussieht in ihrem engen blauen Top und dem kurzen schwarzen Rock. Sie bezahlt ihren Drink, zündet sich eine Zigarette an und überlässt mir ihren Platz an der Bar.

„Einen Long Island Iced Tea“, schreie ich dem Barkeeper entgegen, da er mich sonst nicht verstehen würde, weil die Musik sehr laut ist.
„Die Happy-Hour ist aber schon vorbei, also kostet er den Normalpreis, alles klar?“ antwortet er mir.
„Jaja mach einfach meinen Drink fertig.“ War ja klar, wegen den vielen Menschen hier habe ich auch noch die Happy-Hour verpasst, grossartig, einfach grossartig. Ich bekomme meinen Drink, bezahle und verschwinde wieder von der Bar. Die Musik ist laut, nervend und bohrt sich mit jedem Bass tiefer in mein Bewusstsein. Viele der Leute um mich herum bewegen sich zu der Musik, es ist interessant das Treiben zu beobachten, jede Frau wird von mindestens drei verschiedenen Männern auf die eine oder andere Art angemacht. Auf einmal steht eine Frau neben mir, sie symbolisiert mir, dass sie wissen möchte ob ich Feuer habe. Ich nehme mein Feuerzeug aus der Tasche und zünde ihre Zigarette an, sie bedankt sich und wir fangen an zu reden. Ihr Name ist Sandra und sie ist, wie jede Woche, mit einigen Freunden hier. Sie stellt mich sogar ihren ganzen Freunden vor, ich verstehe die Namen jedoch nur schlecht und sie interessieren mich auch nicht weiter. Ich erkenne eine ihrer Freundinnen wieder, sie hat ihren Drink genau vor mir bestellt und somit wahrscheinlich nur den Happy-Hour Preis bezahlt. Ihr Name beginnt mit einem C, wenn ich mich jetzt nicht täusche.

Wir nehmen alle gemeinsam noch eine Drinks und ich flirte mit Sandra. Nach vier weiteren Cocktails habe ich sie so weit, sie kommt noch mit in meine Wohnung. Wir verabschieden uns höflich von ihren Freunden und verlassen den Club. Am Weg zum Ausgang drehe ich mich noch einmal um und sehe wie mir Christina mir einen irgendwie böse wirkenden Blick zu wirft, seltsam, aber immerhin habe ich mich doch noch an ihren Namen erinnert. Wir steigen in ein Taxi ein und schon sind wir auf dem Weg zu mir. Während der Fahrt reden wir kurz und fangen dann sofort an uns wild zu küssen. Ich fahre mit meiner Hand durch ihre langen braunen Haare und streichle ihr Gesicht. Unsere Küsse werden wilder und leidenschaftlicher und sie greift mir zwischen die Beine und massiert meinen Schwanz. Ich wünschte der verdammte Taxifahrer würde schneller fahren, ich will nicht länger warten. Wir kommen doch noch bei meiner Wohnung aus, ich bezahle und geben kein Trinkgeld, wir steigen aus, es sind schon die ersten Sonnenstrahlen am Himmel zu sehen. Wir küssen uns …

Mein Name war Richard Vorig, es spielt keine Rolle wie alt ich war, denn ich starb bei der Apokalypse. Ich habe nie die Verantwortung für Dinge übernommen, ich habe die Schuld immer bei allen Anderen gesucht, jedoch nie bei dem wahren Schuldigen, mir selbst. Und so musste auch ich einer der Vergessenen werden.

Saviour (White)

•June 9, 2009 • Leave a Comment

Can’t you be my saviour?
Can’t you make this dreams go away?
Can’t you be my saviour?

I tried so hard to get rid of all this pain,
that I no longer know how to feel.
I need someone clean to keep me sane,
that with this dreams I can deal.

If you could only hear what the keep telling me
If you could only see what they keep showing me
If you could only understand what I am
Can’t you be my saviour?
Can’t you make all these dreams go away?
Can’t you be my saviour?
If you could only understand what I am
If you could only see what they keep showing me
If you could only hear what the keep telling me

I tried to forget everything that I could,
so I could start all over once again.
I drank till I slept because I knew he would,
but nothing took away this pain.

If you could only hear what the keep telling me
If you could only see what they keep showing me
If you could only understand what I am
Can’t you be my saviour?
Can’t you make all these dreams go away?
Can’t you be my saviour?
If you could only understand what I am
If you could only see what they keep showing me
If you could only hear what the keep telling me

I tried and tried with no success,
so I’m still where it all just has begun.
I just numbed the pain, I must confess,
and once again I’m just on the run.

Can’t you be my saviour?
Can’t you make this dreams go away?
Can’t you be my saviour?